Historische Entwicklung

Der Feuerwehr-Flugdienst als Führungsaufgabe wird im norddeutschen Raum seit über 30 Jahren im Land Niedersachsen durchgeführt. Zur Geschichte des Flugdienstes ist bemerkenswert, dass schon im Jahr 1919 nach den großen Waldbränden die ersten Überwachungsflüge in Nordamerika stattfanden.

In Schleswig-Holstein begann es mit zwei Feuerwehr-Flugbeobachterlehrgängen auf dem Flugplatz Hungriger Wolf, die im Sommer 1975 und 1976 in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein, dem Feuerwehr-Flugdienst Niedersachsen und dem Heeresfliegerregiment 6 (damals stationiert in der Waldersee-Kaserne, Hungriger Wolf / Hohenlockstedt) durchgeführt wurden.

Hintergrund zur Bildung eines Flugdienstes der Feuerwehr waren die großen Waldbrände in Niedersachsen, die in Schleswig-Holstein Überlegungen anregten, zur Vorbeugung und zum Schutz gegen Brände in eigenen Waldflächen Vorsorge zu treffen.

Am 28.11.1976 erklärten sich folgende 13 Kameraden bereit, den Feuerwehr-Flugdienst zu gründen:

OBM Horst Bartheidel, Krempe
OBM Richard Bielenberg, Oldendorf
OBM Gerhard Burmester, Herfart
BM Wolfgang Gundlach, Itzehoe
BM Otto Hollenkamp, Schenefeld
LM Karl-Heinz Holst, Wacken
OBM Günter Ingwersen, Hohenlockstedt BW
HBM Karsten Koopmann, Ridders
BM Horst Lüders, Brokstedt
BM Rathge Luther, Kellinghusen
OLM Jürgen Schodder, Itzehoe
HLM Jürgen Schröder, Wilster
HLM Volker Vette, Wacken

Als Piloten konnten vom Luftsportverein Itzehoe (www.fliegen-itzehoe.de) damals Eckhard Molzahn, sowie die Fluglehrer Rolf Struve und Rolf Sohn gewonnen werden, die dann ihre Freizeit unentgeltlich für die Feuerwehr zur Verfügung stellten.
Der damalige erste Vorsitzende des Itzehoer Luftsportvereins und Referent an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee, Rolf Struve, übernahm die Ausbildung in Fluglehre, Flugzeugkunde, Kartenkunde (Universale Transversale Mercatorprojektion), Navigation, Meteorologie und mögliche Einsatztaktik der Flugbeobachter.
Durch diese Schulung sind die Flugbeobachter einsetzbar als Aufklärungsgruppe im vorbeugenden Brandschutz, in der aktiven Brand- und Naturkatastrophenbewältigung wie Deichbrüche, Hochwasser, Sturm usw., bei der Erkundung von Schadenstellen sowie bei der Einweisung von Bodenkräften bei der Suche von Wasserentnahmestellen und deren Anmarschwegen.

Geflogen wird mit viersitzigen Maschinen vom Typ Cessna 172 des Itzehoer Luftsportvereins vom Flugplatz Hungriger Wolf. Die benötigten BOS-Funkgeräte stehen neben dem Flugfunk in der Maschine zur Verfügung, um ständigen Kontakt zur Bodenstation, zur Leitstelle und den Einsatzkräften vor Ort zu haben. In der Anfangszeit stellte die FF Itzehoe dankenswerterweise bei fast allen Übungsflügen einen Einsatzleitwagen (VW-Bus) als Bodenleitstelle zur Verfügung.

Seit dem Jahr 1989 besteht eine sehr kameradschaftliche Verbindung zu den Flugbeobachtern des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg (www.kfv-pinneberg.de), die bis Ende des Jahres 2004 voll in den Flugdienst des KFV Steinburg integriert waren und sogar einen eigenen Feuerwehrpiloten stellten. Leider sah der KFV Pinneberg die Zusammenarbeit als nicht mehr notwendig an, so dass die Kameraden zum Jahreswechsel aus dem Flugdienst ausgeschieden sind.

Im Jahr 1996 konnte der Feuerwehr-Flugdienst bereits auf sein 20 jähriges Jubiläum zurückblicken, das ausgiebig mit dem ILV, dem KFV Steinburg und vielen geladenen Gästen gefeiert wurde. Fünf Jahre später, im Jahr 2001 stand das 25 jährige Jubiläum des Feuerwehr-Flugdienstes Steinburg an.

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zurück zur Startseitenach oben 05.07.2008